In seiner Forschung beschäftigt er sich seit mehreren Jahren mit sportpsychologischen Fragestellungen im Gesundheitskontext. Dazu zählen unter anderem Arbeiten zum mentalen Training in der Schlaganfallrehabilitation (REBS), die wissenschaftliche Leitung einer klinischen Studie mit Sportinterventionen zur Verbesserung exekutiver Funktionen bei Patient:innen mit Major Depression (Pixa et al., 2025) sowie das aktuelle Forschungs- und Versorgungsvorhaben im Bereich Bewegung und mentale Gesundheit beim stationär‑ambulanten Übergang älterer multimorbider Patient:innen mit depressiven Symptomen (https://bridge-projekt.de/). Darüber hinaus verfügt er über Führungserfahrung durch die wissenschaftliche Leitung und Koordination des durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderten Versorgungsforschungsprojekts BRIDGE, das derzeit im Rahmen einer multizentrischen randomisiert‑kontrollierten Studie implementiert und evaluiert wird (Wuttke, Pixa, et al., 2026).
Seine Verbindung zur asp im Gesundheitsbereich besteht seit der Teilnahme am asp‑Curriculum „Sportpsychologische Handlungskompetenzen in Prävention und Rehabilitation“ in den Jahren 2013–2014. Ergänzend hierzu bringt er Lehrerfahrung in den Bereichen Rehabilitationssport sowie „Physical Training with Health Groups – Psychiatry“ mit. Auch außerhalb universitärer Kontexte konnte er über viele Jahre praktische Erfahrungen als Übungsleiter im Behinderten- und Seniorensport sammeln.
Besonders wichtig erscheint ihm eine engere Vernetzung mit relevanten Stakeholdern, Fachgesellschaften und Verbänden aus dem Sport‑, Bewegungs‑ und Gesundheitswesen. Gleichzeitig sieht er großes Profilierungspotenzial darin, die sportpsychologische Perspektive stärker in gesundheitsbezogene Aus‑ und Weiterbildungsstrukturen einzubringen, welche von der asp inhaltlich‑strukturell und ggf. auch infrastrukturell geprägt sein sollten.
Konkret möchte er sich im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten des Amts dafür einsetzen, darauf hinzuwirken, sportpsychologische Inhalte stärker in die Übungsleiter:innenausbildung im Präventions‑ und Rehabilitationssport zu integrieren, Fortbildungsangebote mit sportpsychologischen Schwerpunkten für Gesundheitsberufe wie Sporttherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, Psychotherapeut:innen oder Pflegefachkräfte auszubauen, sowie die Möglichkeiten einer vollständig überarbeiteten Neuauflage des asp‑Curriculums „Sportpsychologische Handlungskompetenzen in Prävention und Rehabilitation“ auszuloten.
Aus diesen Punkten ergeben sich auch Perspektiven, um neue Handlungs‑ und Tätigkeitsfelder für in der Sportpsychologie Tätige zu erschließen, beispielsweise im angewandten Bereich und mit entsprechender Anschlussfähigkeit an das Ressort.
Ein besonderes persönliches Anliegen ist ihm zudem die stärkere Verankerung des Themas mentale Gesundheit über die gesamte Lebensspanne hinweg. Neben der Prävention ist auch sportpsychologische Expertise bei der Behandlung und der Arbeit mit psychischen Erkrankungen im Kindesalter bis hin zu Hochaltrigen von enormer Bedeutung. Darüber hinaus spielen psychische Belastungen und Einschränkungen der mentalen Gesundheit bei zahlreichen Erkrankungen – etwa Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, koronare Herzerkrankungen oder Adipositas – eine zentrale Rolle. Hier sieht er für die Sportpsychologie ein großes Entwicklungspotenzial innerhalb der Gesundheitsversorgung und Prävention.